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Kapitel 7 – Wenn der Countdown beginnt

Autorenbild: Ramona
Ramona
20. Sept.
2 Min. Lesezeit

Plötzlich waren es nicht mehr Wochen bis zum Abflug.

Sondern nur noch Tage.


Lange hatte sich alles weit weg angefühlt.

Als würde ich auf etwas hinarbeiten,

das irgendwann einmal passieren würde.

Etwas, das noch in weiter Ferne lag.



Doch plötzlich wurde dieser Moment immer greifbarer.


Die letzten Arbeitstage standen bevor.

Der Kalender wurde immer leerer.


Und jeder Tag brachte mich ein Stück näher an den Abschied.


Äusserlich war fast alles vorbereitet.

Mein Rucksack war bereits grösstenteils provisorisch gepackt.

Die letzten Erledigungen waren gemacht.


Zum ersten Mal gab es immer weniger zu organisieren.

Stattdessen blieb Zeit zum Nachdenken.

Und natürlich kamen auch die Gefühle.


Meistens überwog die Vorfreude.

Doch zwischendurch holte mich auch die Traurigkeit ein. Ich realisierte immer mehr, das mein Abenteuer bald losgehen wird.


Plötzlich begann ich, all die kleinen Momente bewusster wahrzunehmen.


Das letzte Mal am See.

Noch einmal in meinem Lieblingscafé.

Der letzte Arbeitsweg.

Die letzten gemeinsamen Mittagspausen.


Dinge, die jahrelang selbstverständlich gewesen waren, fühlten sich plötzlich anders an.


Nicht, weil sie sich verändert hatten.

Sondern weil ich wusste, dass ich sie für lange Zeit nicht mehr erleben würde.


Neben all den Abschieden begann ich mich aber auch immer mehr auf das vorzubereiten, was vor mir lag.


Den Flug für meine erste Destination hatte ich bereits kurz nach meiner Kündigung gebucht.


Die Richtung war schon lange klar gewesen.


Danach begann ich, den Weg dorthin Stück für Stück zu planen.

Ich legte meine Route fest.

Passte sie wieder an.


Reservierte erste Unterkünfte.

Und entschied mich manchmal doch wieder um.


Teilweise war ich mit den ganzen Möglichkeiten einfach überfordert.

Es gab so viel zu sehen, so viele Optionen und so viele Entscheidungen.


Manchmal war ich einfach zu verkopft und wusste gar nicht, wo ich anfangen sollte.

Irgendwann musste ich mich dann einfach entscheiden.


Ich informierte mich über Einreisebestimmungen und Visa.

Las Reiseberichte.


Verglich Möglichkeiten für die Weiterreise.

Und versuchte, ein Gefühl für die Orte zu bekommen, die schon bald Teil meines Alltags sein würden.


Ich stellte mir vor, dort anzukommen.

Mich in einer neuen Umgebung zurechtzufinden.

Und einfach loszulegen.


Mit jeder Reservation wurde die Reise ein kleines Stück greifbarer.

Und mit jeder Planung wuchs sowohl die Vorfreude als auch die Nervosität.


Bald würde ich wirklich alleine aufbrechen.


Je näher dieser Moment rückte, desto bewusster wurde mir, dass ich mich nicht nur auf neue Länder vorbereitete.


Sondern auf ein völlig neues Kapitel meines Lebens.


Mit jedem Tag wurde der Countdown sichtbarer.


Und gleichzeitig wurde mir bewusst:

Nicht nur der Abflug rückt näher.

Auch der Abschied.

 
 
 

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