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Kapitel 2 – Das Gefühl, das immer wieder zurückkam

  • Autorenbild: Ramona
    Ramona
  • 19. Juli
  • 1 Min. Lesezeit

Ich dachte zuerst, dass dieses Gefühl irgendwann wieder verschwinden würde.

Dass Bali einfach eine wunderschöne Reise gewesen war.


Eine Erfahrung, an die ich gerne zurückdenke.

Und dann würde das Leben wieder seinen gewohnten Rhythmus finden.



Doch genau das ist nicht passiert.

Das Gefühl blieb.

Nicht laut. Nicht ständig.

Aber immer dann, wenn ich glaubte, es vergessen zu haben, war es plötzlich wieder da.


Also machte ich weiter.

Ich arbeitete.

Ich traf Freunde.

Ich plante meinen Alltag.

Und ich reiste.


Erst nach Singapur.

Dann nach Japan.

Später in verschiedene Städte Europas.

Jede Reise dauerte nur ein paar Tage oder Wochen.


Doch jede hinterliess dieselbe Frage.

Warum fühlte ich mich unterwegs so lebendig?


Es waren nie die Sehenswürdigkeiten.

Nicht die Hotels. Nicht das perfekte Foto.

Es waren die kleinen Momente.


Alleine durch unbekannte Strassen laufen.

Am Flughafen sitzen und nicht genau wissen, was der Tag bringen wird.

Morgens aufzuwachen und den ganzen Tag noch vor sich zu haben.


Unterwegs fühlte ich mich leicht.

Neugierig.

Offen.


Und jedes Mal, wenn ich nach Hause kam, brauchte ich länger, um wieder anzukommen.


Nicht, weil mein Leben schlecht war.

Sondern weil ich immer deutlicher spürte, dass da noch etwas auf mich wartet.


Etwas, das nichts mit Ferien zu tun hatte.


Sondern mit der Frage, wie ich eigentlich leben möchte.


Diese Frage liess mich nicht mehr los.






 
 
 

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